Flüssigkeiten

Ja der Patrol braucht nicht nur Diesel, sondern von Zeit zur Zeit auch diverse anderen Flüssigkeiten.
Da ich in der nähe von Langenthal wohne und somit gut an Motorex Produkte dran komme benutze ich halt alle Produkte von ihnen. Dementsprechend auch die Liste welche nur als Hilfe dient und ich keine Verantwortung übernehme! Ich habe genau das zeug drin, und es funktioniert bei mir:

Grosszügig für einen kompletten Wechsel gerechnet:

3x 4L TOPAZ SAE 15W/40 (Motorenöl)
3x 4L PENTA SAE 75W/140, GL-5 (Vorderache + Hinterachse + Verteilergetriebe) (Achtung!: Nur bei Manuellen Freilaufnaben! Nicht für Automatische verwenden!)
1x 5L BRAKE FLUID DOT 4 (Habe kein Dot 3 mehr drin)
4x 4L COOLANT M4.0 (Ready to use) (Kühlflüssigkeit)

Fürs Schaltgetriebe empfehle ich das Original Nissan öl (4L). Es kostet zwar ein schweine Geld, aber es ist es wert. Im Sommer so im Winter:
MT-XZ 75W80 NISSAN KE916-99931

Zur not wenn man an Original Nissan öl nicht dran kommt würd ich 75W80 GL4 nehmen (Hatte kurz 85W90 GL4 drin, und konnte im kalten zustand nicht mehr richtig schalten)

Zum putzen für alles möglich benutze ich den REFO CLEANER auch von Motorex.

Preislich müsst ihr für die komplette Liste welche da oben steht rund 800Fr. (stand 2017) rechnen. Ist mal wieder ein Haufen Schotter, aber euer Patrol wird es euch auf die Dauer danken.

Hier ein Auszug aus dem WHB:

 


 

Noch ein kleines Zitat (Flashman) aus dem OF:

Und welche Qualifikation macht einen Mitarbeiter vom Bosch Service automatisch zum Spezialisten für das Innenleben von Motoren und physikalische Vorgänge? Ist er Motorenbauer? Sind seine Beobachtungen evident und empirisch nachprüfbar? Ich achte das Handwerk des KFZ Meisters sehr – Aber ich wüßte nicht, wieso sich diese Qualifikation auf physikalische Vorgänge im Motor auswirken sollte bei einem Thema, das 99% der Bevölkerung sowieso nicht begreifen.

Und allein die Aussage für sich ist schon nicht logisch.

Ein 5W40 (zum vierhundertachtundzeunzigsten mal) ist bei 100 Grad genauso „dick / dünn“ wie ein 15W40. Aber ein 5W40 ist bei 130 Grad dicker (!) als ein 15W40.

Und wenn Dein Motor mit einem 5W40 keinen Öldruck mehr aufbauen kann – Was im Übrigen der einzige Indikator für Lagerspaltmaße ausserhalb der Überlebensgrenze ist, dann ist der Motor auch im Arsch. Ein 5W40 ist kein dünneres Öl, es ist nur „dünner“ bei Kälte und das ist für die meisten Motoren grad gut, weil sie schneller durchölt werden und es nicht zum Schmiermittelmangel kommt. Du müßtest also Öldruck = Null bemerkt haben, wenn das zum Pleullagerschaden führte.

Jemand, der ernsthaft modere Motorenöle als „dünne Plörre“ bezeichnet…Nunja…
Es sollte auffallen, das solche Aussagen doch eher selten sind und die meisten Anbieter und Fachleute zu einem zeitgemäßen Öl raten, das (und jetzt kommts zum 8902. Mal) die richtige Freigabe und Additivierung hat.

Denn ein 15W40 Markenöl mit Freigabe, schützt 1000 mal besser, als ein kasachisches 0W40 Öl ohne Additive, was die lokale Fabrik aus grade zusammengerührt hat und was eigentlich eher für Salat geeignet wäre, als für einen Motor.

Bei Ölen geht es heutzutage nicht wirklich mehr um die Viskositätsklassen, auch wenn diese prominent vorne drauf stehen, es geht um Qualitäten, Additivierung und Co. Und klar, wenn man in einem abgewrackte Patrol ein Leichtlauföl mit abgesenkter HTHS Viskosität füllt, dann ist der öldruck bei Betriebtemperatur fast weg und die Kiste im Arsch. Aber dann ist das wiederum nicht die Schult der Viskositätsklasse vorne drauf, sondern der ACEA Freigabe auf der Rückseite für A5/B5 Leichtlauföle mit <= 2.9 MPas. Das Thema ist halt etwas komplexer, als „10W40 ist besser als 5W40“ Genudel.

Und ich beschäftige mich mit dem Thema tatsächlich relativ intensiv seit etwa 2003, fahrzeugübergreifend mit intensiver Beobachtung und Studium externer Informationsquelle. – Weil ich es faszinierend finde, wieviel Mythen da im Umlauf sind…

Quelle:
https://www.offroad-forum.de/viewtopic.php?p=1331716#1331716